Hilfe für die Quilombola

Der Verwaltungsbezirk São Francisco, in dem sich das Projekt befindet, liegt im Norden des Bundesstaates Minas Gerais, ca. 600 Kilometer von Belo Horizonte entfernt. Lange Dürreperioden und unregelmäßige Niederschläge erschweren vor allem das Leben der Landbevölkerung. Viele Kinder können keine Schule besuchen, da sie arbeiten müssen um ihre Eltern zu unterstützen. Durch das Projekt erhalten diese Kinder und ihre Familien nun die Chance auf eine bessere Zukunft.

18 €

ermöglichen die Anschaffung von Materialien für den Kunst- und Kulturunterricht.

60 €

kostet die Anschaffung von Materialien für die Weiterbildung eines Lehrers.

570 €

kostet die Schulung zur Benutzung und Wartung der Zisterne.

Die Situation der Quilombola

Im Projektgebiet gibt es insgesamt acht Quilombola-Gemeinden, die in der Vergangenheit aus Ansiedlungen geflohener Sklaven entstanden sind. Eine dieser Gemeinden ist Buriti do Meio, die ca. 30 Kilometer vom Stadtzentrum São Franciscos im ländlichen Raum liegt. In Trockenzeiten ist nicht genung Wasser für die Anpflanzung von Lebensmitteln verfügbar. Reis und Bohnen sind für viele die einzigen Nahrungsmittel, was immer wieder zu Fällen von Mangelernährung bei Kindern führt. Auch die Bildungssituation ist prekär. Die einzige öffentliche Schule, die den Kindern der Gemeinde offensteht, schnitt im nationalen Schulvergleich schlecht ab.

Die Einkommensmöglichkeiten sind begrenzt. Ein großer Teil der Bevölkerung arbeitet außerhalb der Gemeinde oder sogar außerhalb der Region als Hilfskraft bei der Zuckerrohr- oder Kaffeeernte.

Um den Zugang zu sauberem Wasser zu verbessern werden sowohl auf dem Schulgelände als auch dem Gelände des Gemeindevereins zwei Zisternen gebaut. Die Schüler, Lehrer und Gemeindebewohner werden im nachhaltigen Umgang mit der knappen Ressource Wasser geschult. Mit dem Wasser der Zisternen wird das Anlegen eines Schul- und Gemeindegartens ermöglicht. 

Zur Erhöhung des Familieneinkommens werden Kunsthandwerkskurse angeboten und solidarisches Wirtschaften gefördert. Dafür wird unter anderem ein zweiwöchentlicher Markt organisiert, auf dem die Familien Lebensmittel und selbstproduzierte Waren verkaufen können.

Um die Unterrichtsqualität zu steigern werden Weiterbildungs- und Austauschtreffen für Lehrerinnen und Lehrer angeboten. Außerdem werden relevante Inhalte zur Geschichte und Kultur der Quilombola in den Lehrplan aufgenommen.

Hilfe zur Selbsthilfe

Ein wichtiger Aspekt für die Nachhaltigkeit des Projekts liegt in der Stärkung der Gemeindeorganisation. Auf diese Weise wird die Gemeinschaft in die Lage versetzt, auch nach dem Ende der Projektlaufzeit, die begonnenen Maßnahmen selbst fortzuführen. Gemeinsam erstellt die Gemeinde einen lokalen Entwicklungsplan, der kollektive Anstrengungen zur Verbesserung der Lebenssituation vorsieht. Eine Vernetzung mit anderen Quilombola-Gemeinden fördert den Austausch und stärkt gemeinsame Traditionen.

Projekt: 94322

Hilfe für die Quilombola

Hilfe für die Quilombola

Viele Kinder können keine Schule besuchen, da sie arbeiten müssen um ihre Eltern zu unterstützen. Durch das Projekt erhalten diese Kinder und ihre Familien nun die Chance auf eine bessere Zukunft.

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